Mitglied des Europäischen Parlaments
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Meinen Weg nach Straßburg habe ich in dieser Woche in Frankfurt unterbrochen und zusammen mit 5 Kollegen die Europäische Zentralbank (EZB) besucht.

Im Gespräch mit dem portugiesischen Vizepräsidenten der Bank, Herrn V. Constancio, wurde nicht nur die komplizierte Struktur und Arbeitsweise der EZB deutlich, es konnten auch die umfangreichen Folgen der Entscheidungen im EZB-Rat für Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und die Realwirtschaft beleuchtet werden.
Die EZB darf und kann keine Politik für ein bestimmtes Mitgliedsland machen, wünscht sich aber die Berücksichtigung von makroökonomischen Hinweisen der EU-Kommission durch die Mitgliedstaaten. Der Vizepräsident sieht die EU auf einem guten Weg und die Stabilität des Euro als ungefährdet, was wir nicht vollumfänglich teilten. Überrascht haben mich insbesondere die Gelassenheit und Unaufgeregtheit, mit der Herr Constancio dem Brexit entgegensieht.
Ehrlich gesagt frage ich mich, ob er insgeheim doch noch damit rechnet, dass es einen Exit vom Brexit gibt.


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